Lichtorgel

 
 

Vorwort

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  Es war Anfang der 1970er Jahre, als ich erstmals eine Lichtorgel (LO) bewusst wahrgenommen habe:
4 starke und gleichmäßig ausgeleuchtete Scheinwerfer mit satten Farben, welche - aufgeteilt in 4 recht sauber getrennte Frequenzbereiche - angenehm zur Musik leuchteten. "Angenehm" soll heißen, dass die Lampen nicht einfach hektisch zur Musik ein- und ausgeschaltet, sondern neben der Frequenzabhängigkeit auch lautstärkeabhängig in der Intensität gesteuert wurden und somit die Musik eindrucksvoll optisch untermalten.
Bei voller Leistung erzeugten zudem alle Farben den gleichen Helligkeitseindruck, was angesichts der unterschiedlich stark vorhandenen Spektralanteile in einer Glühlampe keineswegs selbstverständlich ist. Kurzum - seit dieser Zeit war und ist ein solches Gerät für mich das Sinnbild einer "klassischen" Lichtorgel schlechthin.

Als angehender Elektroniker interessierte mich natürlich besonders die Schaltungstechnik einer solchen Lichtorgel.
In den darauf folgenden Jahren baute ich etliche LOs unterschiedlicher Qualität, meist nach Schaltplänen, teilweise auch nach eigenen Ideen, tiefgehende Kenntnisse der Elektronik fehlten mir allerdings noch. So bereitete mir z. B. die Intensitätssteuerung der Lampen stets Probleme, aber auch der Entwurf wirklich brauchbarer Filterschaltungen war mir anfangs nicht möglich.

Das änderte sich mit dem Studium der Elektrotechnik und der nachfolgenden Entwicklungstätigkeit.
Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse sowie der Zugriff auf die erforderlichen Messgeräte ließen sich hervorragend auch hobbymäßig nutzen - z. B. für die Entwicklung einer klassischen Lichtorgel. Um 1980 entwickelte und baute ich dann erstmals ein solches Gerät gemäß einer langen Liste von Anforderungen, die sich in den vorherigen Jahren als sinnvoll herauskristallisiert hatten.


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