Metallbaukasten

 
Nostalgischer Lastwagen

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  Das erste Modell nach dem Dornröschenschlaf wurde 1996 gebaut.
Es war ein nostalgischer Lastwagen im Maßstab ca. 1:10; ein robustes, schweres Modell mit aufklappbarer Haube, zu öffnenden Türen und weiteren Besonderheiten.
Zudem wurde in das Modell ein Antrieb und eine Fernsteuerung mit allen Fahr- und Lenkfunktionen eingebaut.


Nostalgischer Lastwagen
Nostalgischer Lastwagen
 
LKW mit geöffneten Türen
LKW mit geöffneten Türen

Der Maßstab eines Modells wird in der Regel von den verfügbaren Rädern vorgegeben.
Die größten MÄRKLIN-Räder haben einen Durchmesser von ca. 85mm; dies erschien im Hinblick auf den einzubauenden Antrieb und die Fernsteuerung als zu klein. Außerdem wurde befürchtet, dass sich die eingepresste Nabe von Schnurlaufrollen oder Lochscheibenrädern bei Übertragung der recht großen Drehmomente lösen könnte, und ein ausgesprochenes LKW-Profil besitzen diese Räder auch nicht.
Räder aus dem professionellen Minitruck-Modellbau sind dagegen übertrieben detailliert und damit entsprechend teuer.

Letztendlich wurden preisgünstige Räder mit einem Durchmesser von 100mm aus dem Minicar-Modellbau verwendet.
Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie nicht besonders gut aussehen und irgendwie adaptiert werden müssen. Wenn man hierfür keine Lochscheibenräder riskieren möchte, dann verwendet man am besten (selbstgemachte) Flansche oder Ähnliches.

Diese Situation hat sich inzwischen verbessert.
Die Firma METALLUS bietet LKW-Reifen mit einem Durchmesser von 111mm an, die in Verbindung mit jeweils zwei entsprechend großen Schnurlaufrollen als Felge zu verwenden sind.
Mit diesen Rädern müsste sich auch eine gutaussehende Zwillingsbereifung realisieren lassen, wodurch die Optik eines LKW-Modelles erheblich verbessert wird.
Der große Vorteil ist aber, dass z. B. bei einer zwillingsbereiften Antriebsachse die Kraftübertragung über 4 bzw. bei eingebautem Differential über 8 Schnurlaufrollen erfolgt; ein Lösen der Naben ist damit eigentlich nicht mehr zu befürchten.

Das Modell hatte keine gefederten Achsen, die Räder waren aber so aufgehängt, dass sie Bodenunebenheiten von 10-15mm ausgleichen konnten, ohne dass ein Rad in der Luft hing.
Die Vorderräder waren dabei einzeln beweglich, während die Hinterräder an einer durchgehenden Achse befestigt waren, in deren Mitte sich der Antrieb befand.
Die komplette Hinterachse einschließlich des Antriebs war auf beiden Seiten beweglich befestigt.

Als Lenkung wurde eine vereinfachte Ackermann-Lenkung eingesetzt, die sowohl mittels Lenkrad als auch vom Lenkservo betätigt werden konnte (zur Ackermann-Lenkung siehe "Sonstige Projekte").


Frontseite des LKW
Frontseite des LKW
 
Der MEKANIK-Motor als Antrieb
Der MEKANIK-Motor als Antrieb

Als Antrieb wurde ein MEKANIK-Motor aus den 60er Jahren verwendet.
Dies ist zwar ein 20V-Motor, bei Betrieb mit einem 7-zelligen Modellbau-Akku (8,4V) und einer entsprechenden Untersetzung war er aber noch kräftig genug, den LKW anzutreiben.
Der Motor lag lediglich lose auf einem Verbindungbügel, um den Bewegungen der Hinterachse folgen zu können; bei Rückwärtsfahrt wurde das Gegendrehmoment von der Ladefläche abgefangen.
Vorteilhaft war die recht schmale Bauweise des Motors, nachteilig dagegen, dass kein Differential untergebracht werden konnte. Somit konnte das Modell nur mit einem angetriebenen Rad ausgestattet werden.


Daten des nostalgischen Lastwagens:

Länge:66cm
Breite:23cm
Höhe (ohne Antenne):29cm
Gewicht (fahrbereit mit Akku):ca. 5,5kg
Anzahl der Bauteile:ca. 1320, davon
385 Konstruktionsteile
100 Unterlegscheiben
410 Schrauben
427 Muttern

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