Mallorca 2006

 
 

Eindrücke, Informationen und Bilder unseres Mallorca-Urlaubes 2006

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  Am 2. Oktober um 5:30 Uhr startete das Flugzeug in unseren 4. Urlaub auf Mallorca.
Einerseits ist es natürlich lästig, so früh aufzustehen, andererseits kann man dann aber bereits um 10 Uhr das erste Bad im klaren und warmen Mittelmeer genießen.

Schon der Anflug auf Mallorca war ein Erlebnis.
Da es zuerst noch dunkel war, konnte man in weiter Ferne das Lichtermeer von Barcelona erkennen. In der Morgendämmerung hatten wir dann bei klarer Sicht einen sehr schönen Blick auf die Halbinsel Formentor und den Leuchtturm.


Auch die Hotelanlage des "VIVA MALLORCA" in Ca´n Picafort konnten wir sehen, wo wir etwa 2 Stunden nach der Landung eintrafen.

Wie schon im Jahr zuvor, waren wir auch 2006 mit den Leistungen dieses 4-Sterne-Hotels sehr zufrieden.
Der Blick vom Balkon 
im VIVA MALLORCA
Der Blick vom Balkon im VIVA MALLORCA


Sandfiguren am Strand von Ca´n 
Picafort
Sandfiguren am Strand von Ca´n Picafort
Das Hotel liegt etwa 400 m vom Strand entfernt.
In der Sommerhitze waren wir noch nicht dort, im Herbst ist es aber kein Problem, täglich auch mehrfach zwischen Hotel und Strand hin und her zu gehen, wenn man nicht den gesamten Urlaub am Pool verbringen will.

Der Ort Ca´n Picafort ist nicht besonders attraktiv, aber zumindest gibt es genug Unterhaltungsmöglichkeiten für die Jugendlichen, wenn sie abends nochmal ausgehen möchten. Auch das ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Urlaubsortes, wenn man mit halbwüchsigen Kindern unterwegs ist.

Wie auch in den vorherigen Jahren hatten wir u. a. mehrere Ausflüge in die Berge geplant, nicht zuletzt, um auch zu fotografieren. Doch leider war der Westen der Insel beinahe täglich mit Wolken bedeckt, sodass wir uns letztendlich auf eine einzige Tour durch die Berge beschränkt haben.
Aber Mallorca ist vielseitig und interessant genug, um auch abseits der Berge immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Beginnen wir mit der Stadt Artà, ca. 25km östlich von Ca´n Picafort. Durchgefahren sind wir schon oft, aber angesehen hatten wir das schöne Städtchen mit ca. 6000 Einwohnern bisher noch nicht.
Nebenbei bemerkt ist das Fahren in den engen und verwinkelten Gassen von Artà ein Abenteuer für sich. Vorteilhafterweise benutzt man dafür ein Zweirad oder max. einen Kleinwagen, bei dem aber auch gelegentlich die Seitenspiegel eingeklappt werden müssen.


Markant ist der Hügel mit dem Castell d´Artà und der Wallfahrtskirche Santuari de Sant Salvador.
Beides ist sehenswert und über eine lange Treppe mit etwa 180 Stufen zu erreichen.
Das Castell d´Artà und die 
Wallfahrtskirche Santuari de Sant Salvador
Das Castell d´Artà und die
Wallfahrtskirche Santuari de Sant Salvador

Die Wallfahrtskirche Sant Salvador
Santuari de Sant Salvador
 
Im Castell d´Arta
Im Castell d´Artà

Der Blick auf Arta
Der Blick auf Artà
Von hier oben hat man einen bemerkenswerten Blick auf die Stadt und die Umgebung.

Von Artà aus erreicht man über eine 9km lange schmale Straße auch das Kloster Ermita de Betlem, welches wir in den vergangenen Jahren schon mehrfach besucht haben, sowie die Badebuchten Cala Torta, Cala Mitjana und Cala Estreta, die wir noch nicht kannten.


Am östlichen Ortsrand von Artà in Richtung Cala Ratjada zweigt am Sportplatz eine Straße links ab zur Badebucht Cala Torta (ist beschildert).

Über eine gut ausgebaute Landstraße geht es etwa 15km durch wilde Landschaft nach Nordosten, wobei man unterwegs auch einen Blick ins ferne Cala Ratjada erhaschen kann.
Unterwegs nach Cala Torta
Unterwegs nach Cala Torta
mit Blick nach Cala Ratjada

Etwa 1km vor der Küste endet die Straße und teilt sich in 3 schlechte bis sehr schlechte Wege. Ist man nicht mit einem geländegängigen Fahrzeug unterwegs, dann ist hier äußerste Vorsicht geboten; notfalls kann man den letzten Kilometer auch zu Fuß zurücklegen.

Die Badebucht Cala Torta
Die Badebucht Cala Torta
Recht ansprechend ist die etwa 2km von Cala Mesquida entfernt liegende Bucht Cala Torta. Allerdings fällt der Sand-/Kiesstrand deutlich stärker ab, als z. B. in der Bucht von Alcúdia.
Hier gibt es auch ein einfaches Lokal, in dem man sich zu relativ hohen Preisen einfach verpflegen kann.

Schon weniger attraktiv ist dagegen der Kiesstrand von Cala Mitjana, dafür ist man hier aber fast allein.
Die Badebucht Cala Mitjana
Die Badebucht Cala Mitjana

Cala Estreta ist nicht weiter erwähnenswert, da es sich um eine mit Seetang überzogene Felsenbucht handelt, die nicht unbedingt zum Baden einlädt.

Interessanterweise sind Cala Mitjana und Cala Estreta mit einer an der Küste entlang führenden Straße verbunden. Dies und die Tatsache, dass die gut ausgebaute Landstraße fast bis zur Küste reicht, deutet darauf hin, dass die Gegend in den kommenden Jahren vermutlich zunehmend touristisch erschlossen wird.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man mit den Möglichkeiten von http://maps.google.de z. B. diese Badebuchten heutzutage recht gut aus der Luft betrachten kann.



Am Kloster Ermita Santa Magdalena
Am Kloster Ermita Santa Magdalena
(beim nächstenmal ohne Mülltonne)
Aber auch das Inland von Mallorca bietet immer wieder interessante Neuigkeiten.
So befindet sich z. B. unweit der Stadt Inca der etwa 300m hohe Puig d´Inca mit dem Kloster Ermita Santa Magdalena und einem gleichnamigen Restaurant.

Von hier oben hat man eine hervorragende Sicht auf weite Teile der Insel bis hinauf zur Bucht von Alcúdia.
Der Blick auf die Bucht von 
Alcúdia
Der Blick auf die Bucht von Alcúdia

Den gesamten Norden der Insel zwischen Alcúdia, Ca´n Picafort, Sineu und Inca kann man übrigens sehr gut mit dem Fahrrad erkunden. Hier gibt es nur wenige Hügel, und die gut ausgebauten Landstraßen haben meist einen Seitenstreifen, auf dem man relativ gefahrlos radeln kann; außerdem findet man genug wenig befahrene schmale Straßen und asphaltierte Feldwege.
Ein Fahrrad-Tag gehörte deshalb bei unseren Urlauben auf Mallorca bisher immer zum Fitness-Programm.


Mit einem Mietwagen sind natürlich auch weiter entfernte Ziele zu erreichen.


Am Castell de Santueri
Am Castell de Santueri
Auf einen Besuch des Klosterberges Sant Salvador bei Felanitx haben wir diesmal zwar verzichtet, da wir schon oft genug dort waren.
Aber zwischen Felanitx und Portocolom gibt es eine weitere Erhebung mit der mächtigen Ruine des Castell de Santueri, die man sich durchaus ansehen kann.

Leider war die Ruine wegen Renovierungsarbeiten gerade geschlossen.
Doch auch hier ist allein der Blick über die Insel einen Besuch wert.
Der Blick vom Castell de Santueri
Der Blick vom Castell de Santueri


Etwa 10km westlich von Felanitx liegt die Stadt Porreres. Nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt gibt es einen Berg mit dem ehemaligen Kloster Santuari de Monti-sion.
Das Kloster ist heute eine Herberge mit Restaurant, von dem man ebenfalls einen beeindruckenden Blick über die Insel genießen kann.


Das Kloster Santuari de Monti-sion
Das Kloster Santuari de Monti-sion...
 
Blick von dort über die Insel
...und der Blick von dort über die Insel


Im Süden Mallorcas gibt es einige sehr schöne Sandstrände, die wir noch nicht kannten und in 2006 erstmals aufgesucht haben.

Südsee-Atmosphäre am 
 Platja es Trenc
Südsee-Atmosphäre am Platja es Trenc
Sehr bekannt ist z. B. die etwa 5km lange Badebucht Platja es Trenc, südlich der Stadt Campos.
Der (fast) weiße Strand und die grüne unter Naturschutz stehende Dünenlandschaft vermitteln tatsächlich einen Eindruck von Südsee.

Aber auch der benachbarte Strand Platja de ses Covetes ist nicht zu verachten und lädt mit seinem sehr flach abfallenden Ufer zu einer Abkühlung im klaren Wasser ein.
Am Platja de ses Covetes
Am Platja de ses Covetes


Die einzige Berg-Tour dieses Urlaubs führte uns nur durch den Norden der Serra de Tramuntana, und zwar von Pollenca in Richtung Lluc und anschließend wieder hinunter nach Inca. Eine weitere Strecke erschien uns aufgrund der Wetterlage nicht sehr sinnvoll, an der Faszination der Landschaft ändert dies aber nichts.

Im Norden der Serra de Tramuntana
Im Norden der Serra de Tramuntana
Mit zunehmender Entfernung von Pollenca wird die Gegend immer karger, und es lohnt sich, ab und zu einmal anzuhalten.

Man sollte ohnehin darauf achten, dass man nicht zu schnell unterwegs ist.
Es quälen sich nicht nur viele Radfahrer die Berge hinauf, sondern hinter jeder Kurve können auch andere Überraschungen lauern...

Am dem Weg nach Inca
Am dem Weg nach Inca
Nach gut 20km erreicht man in mehreren hundert Metern Höhe die Abzweigung nach Sóller.
Dorthin sind wir nicht gefahren, sondern auf der PM213 weiter in Richtung Inca, von wo sich zwischen den Felsen gelegentlich ein phantastischer Blick ins Tal bietet.


Ein weiterer Ausflug brachte uns über Inca und Lloseta in die Stadt Alaró, in deren Umgebung sich die Ruine des Castell d´Alaró befindet.

Etwa 2km außerhalb von Alaró zweigt eine schmale Straße zum Kastell ab.
Die Straße ist einspurig, teilweise sehr schlecht, und es gibt nur wenige Ausweichstellen für den Gegenverkehr. Mit einem Motorrad ist man auf dieser Strecke eindeutig im Vorteil.


Nach etwa 5km steilem Anstieg endet die Straße an einer Art Bauernhof mit Parkplatz; von hier kann man die Ruine schon sehen.
Zur Ruine ist es von hier noch ca. 1 Stunde Fußweg durch den Wald, der mit der Durchquerung des Hofes beginnt. Auf beiden Seiten des Hofes sollte man die Zäune wieder schließen, damit das Vieh nicht ausbüchsen kann.
Die Ruine des Castell d´Alaró...
Die Ruine des Castell d´Alaró...

...und der Blick von dort ins Tal
...und der Blick von dort ins Tal
Aber auch denjenigen, die den Fußmarsch zur Ruine nicht absolvieren wollen, bietet sich vom Parkplatz aus ein bemerkenswerter Blick hinunter ins Tal.


Lohnend ist auch eine Schleife durch die Berge von Alaró über Orient nach Bunyola, von wo wir im vergangenen Jahr mit der Bahn nach Sóller gestartet sind.
Zwischen den etwa 800m hohen mächtigen Tafelbergen Puig d´Alaró und Puig de s´Alcadena hindurch führt eine kurvenreiche Straße in das malerisch gelegene Dorf Orient, das zu den schönsten Orten Mallorcas zählt.


Am Fuß des Puig d´Alaró...
Am Fuß des Puig d´Alaró...
 
...und zwischen den Bergen das Dorf 
Orient
...und zwischen den Bergen das Dorf Orient


Einer der Höhepunkte dieses Urlaubs war ein erneuter Besuch des Marineland in Portals Nous mit der nach eigenen Angaben weltbesten Delfin-Show.
Marineland ist aber nicht nur Tierpark mit Delfinen, Seelöwen, exotischen Vögeln usw., sondern gleichermaßen meeresbiologische Station und Freizeitpark mit eigenem Strand und Verpflegungsmöglichkeiten, in dem man einen erlebnisreichen Tag verbringen kann.

Mit diesen Bildern aus Marineland möchten wir unseren Bericht Mallorca 2006 beschließen.


 


 


Auch nach unserem 4. Urlaub auf Mallorca haben wir noch immer den Eindruck, bisher nur einen kleinen Teil der Insel kennengelernt zu haben.
Mallorca kann man sicher noch oft besuchen, ohne sich in irgendeiner Form zu langweilen.

Die Planung der kommenden Urlaube sieht jedoch vor, dass sich in 2007 nur die Damen der Familie beim Badeurlaub auf Mallorca verwöhnen lassen.
Die Männer wollen unterdessen mit dem Auto auf dem Balkan "herumzigeunern" - ähnlich, wie damals auf den Motorradreisen nach Griechenland.


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