Mallorca 2000

 
 

Eindrücke, Informationen und Bilder unseres Mallorca-Urlaubes 2000

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  Unseren ersten Urlaub verbrachten wir in dem kleinen Ort San Telmo (oder auch Sant Elm), etwa eine Autostunde vom Flughafen entfernt. Es ist der westlichste Ort von Mallorca und liegt schräg gegenüber der unter Naturschutz stehenden Insel Sa Dragonera.
In San Telmo herrschte kein Trubel; der Ort ist eher als Ausgangspunkt für Wanderungen im Südwesten von Mallorca zu betrachten.

Gewohnt haben wir im 3-Sterne-Aparthotel "DON CAMILO", wo es sich ganz gut leben ließ. Das Hotel hat einen Pool, und einmal in der Woche spielte Alleinunterhalter "ROBERTO"; Kinder-Animation gab es dort jedoch nicht.
Auf eine Buchung mit Halb-Pension hatten wir verzichtet; wie sich herausstellte wäre das Abendessen im Hotel aber durchaus sinnvoll gewesen: einige Lokale waren um diese Jahreszeit bereits geschlossen und das Angebot demzufolge nicht übermäßig. Die abendliche Suche nach einem Lokal war daher in den ersten Tagen teilweise etwas lästig.

Nach 22Uhr war Ruhe in San Telmo, und bei geöffneter Terrassentür konnte man das Meeresrauschen hören; in einer vom Westwind nahezu mückenfrei gehaltenen Umgebung ein sehr angenehmes "Bonbon".

Nach den ersten kurzen Wanderungen auf die nahegelegenen Berge waren wir von der Lage und von der Umgebung des Ortes begeistert; man hat einen schönen Ausblick auf die Steilküste, auf die Insel Sa Dragonera und den Ort selbst.


Sant Elm
Blick auf den Ort San Telmo
(im Hintergrund die Insel Sa Dragonera)
 
Umgebung von Sant Elm
Die Umgebung von San Telmo
 

San Telmo hat auch einen kleinen, aber reizvollen Badestrand.
Einige hundert Meter vor der Küste liegt die kleine schildkrötenförmige Insel Illa Pantaleu, die man z. B. mit einem Tretboot bequem erreichen kann.
Sant Elm, von Illa Pantaleu
San Telmo, von Illa Pantaleu aus betrachtet

Das Baden bei stärkerem Westwind sollte man mit Vorsicht genießen (was auch durch das Aufziehen einer gelben oder roten Fahne signalisiert wird).
Dabei werden nämlich u. U. massenweise Feuerquallen an den Strand gespült, die einen ausgelassenen Badespaß schnell zu einem sehr schmerzhaften Erlebnis werden lassen. Und der Strand-Sanitäter mit der lindernden Salbe hat (ebenso wie der Boot- und Sonnenschirm-Verleiher) bei "roter Fahne" ebenfalls dienstfrei.


Will man mehr von der Insel kennenlernen, dann ist ein Mietwagen unerlässlich; nach unserer Meinung lohnt sich eine Buchung bereits von Deutschland aus (das Ausleihen von Zweirädern schien uns übrigens im Vergleich zu Griechenland auf Mallorca recht unüblich).
Mallorca ist eine große Insel; ein zweiwöchiger Urlaub wird zur Erkundung sicher nicht ausreichen, wenn man nicht den ganzen Urlaub im Auto verbringen möchte. Standortbedingt haben wir uns deshalb vorwiegend auf Ziele an der Westseite konzentriert.
So findet man in der südlichen Umgebung von San Telmo reizvolle Küstenabschnitte und Strände.


Fornells
Bei Fornells
 
El Toro
Bei El Toro


Lohnend - besonders für Kinder - ist ein Besuch des Vogel- und Freizeitparks Marineland bei Portals Nous. Hier gibt es Aquarien, Delphine, Seelöwen und viele exotische Vögel. Geboten wird außerdem eine Papageienshow und eine Delphinshow, die zur Weltklasse zählt.

Für Wanderer empfiehlt sich eine mehrstündige Tour durch den Naturschutzpark La Reserva am Fuß des 1026m hohen Galatzó bei Puigpunent.

Besonders reizvoll sind natürlich Ausflüge entlang der Westküste durch die Serra de Tramuntana nach Norden zum Cap de Formentor.
Die Erkundung des Gebirges sollte man jedoch in mehreren Tagesetappen durchführen, da es sonst mit Rücksicht auf die Kinder schnell zu viel wird.


Mirador de ses Ànimes
Mirador de ses Ànimes bei Banyalbufar
Zwischen Andratx und Valldemossa bei Banyalbufar findet man den Wachturm Torre de ses Animes (Turm der Seelen), auf Landkarten auch als Mirador de ses Ànimes bezeichnet.


Etwa auf halbem Wege zwischen Andratx und Formentor liegt die Stadt Sóller mit ihrem Hafen Port de Sóller.

Sóller
Blick auf Sóller
 
Port de Sóller
In Port de Sóller


Nördlich von Sóller gelangt man in das Hochland der Serra de Tramuntana. Immer wieder findet man hier Plätze mit einem herrlichen Panorama.
Der höchste Berg, der 1445m hohe Puig Major, ist leider nicht zugänglich, da er militärisch genutzt wird.


Hat man die (restlichen Pfützen der) beiden Süßwasserseen Embalse de Cúber und Embalse de Gorg-Blau passiert, dann erreicht man bald die Abfahrt nach Sa Calobra.
Es führt eine knapp 20km lange Straße hinunter, die auch als Natter bezeichnet wird. Sie wurde 1932 mit zahllosen Kurven in den Fels gehauen, und angeblich kennt niemand den Grund dafür. Jedenfalls ist die Straße ein Abenteuer für sich, das man sich nicht entgehen lassen sollte: Sie ist schmal, und andauernd kommen einem Busse entgegen, die man aufgrund der Streckenführung teilweise schon mehrere Kilometer vorher sehen kann.
Straße nach Sa Calobra
Die Straße nach Sa Calobra

Torrent de Pareis
Im Torrent de Pareis
Von Sa Calobra erreicht man nach kurzem Fußweg die Schlucht Torrent de Pareis, die mit ihrer Vegetation und ihren Wasserstellen zwischen den Felswänden wie ein kleines Paradies mit Zugang zum Meer wirkt.


Ganz im Norden von Mallorca befindet sich die faszinierende Halbinsel Formentor.

Halbinsel Formentor
Auf der Halbinsel Formentor
 
 
Aussicht vom Mirador des Colomer
Getrübte Aussicht vom
Mirador des Colomer


Hat man auf der Rückreise nach Deutschland noch einige Stunden Zeit, dann bietet sich ein Abstecher in das bekannte El Arenal an.
Die Küstenpromenade von El Arenal scheint ein einziger Rummelplatz zu sein. Aber abgesehen davon gibt es dort sicher einen der schönsten Strände von Mallorca: breit, mit feinstem Sand bedeckt, ca. 6km lang und im Hintergrund die Berge der Serra de Tramuntana.
Strand von El Arenal
Am Strand von El Arenal

Blick von Puig de Randa
Blick vom Klosterberg
Puig de Randa nach Norden
Nicht weit von El Arenal befindet sich die Stadt Lluc Major mit dem nahe gelegenen Klosterberg Puig de Randa (542m). Von dort hat man einen Ausblick fast über die gesamte Insel.

Auf Mallorca gibt es aber noch viel mehr zu entdecken, z. B. die Hauptstadt Palma, das Inland und die gesamte Ostküste.
Grund genug, um Mallorca nochmals zu besuchen, was wir in den Herbstferien 2001 dann auch getan haben.
Abendstimmung in Sant Elm
Abendstimmung in San Telmo


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