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Urlaub in Griechenland

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Mit der XT 500
nach Samos
(1986)

Mit der XT 500
nach Lesbos
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Griechenland haben wir inzwischen 10 mal mit Flugzeug und Schiff bereist bzw. mit dem eigenen Motorrad und Auto durchquert.
Kennengelernt haben wir dabei die Inseln Andros, Aegina, Kephallonia, Korfu, Kreta, Lesbos (Lesvos), Patmos, Samos, Siros und Zakynthos sowie Orte auf dem Festland wie Athen, Chalkidiki, Delphi, Meteora, Kap Sunion und Olympia.
Auch die türkischen Orte Kusadasi und Ephesos sind z. B. von Samos aus gut zu erreichen.

Hat man keine schulpflichtigen Kinder, bietet sich eine Reise in der Vorsaison an, weil dann die Natur am meisten hergibt. Allerdings ist es im Mai für ein Bad im Mittelmeer in der Regel noch zu kalt.
Fährt man im Hochsommer, stößt man in Griechenland u. U. auf Massentourismus, überhöhte Preise und eine Hitze, die einem jegliche Lust auf Erkundung nimmt.
Eine echte Alternative sind für uns die Herbstferien, da es um diese Zeit einerseits nicht mehr zu heiß für Ausflüge und andererseits das Mittelmeer bis Mitte Oktober noch warm genug zum Baden ist.

Reisen nach Griechenland haben wir nie pauschal gebucht, auch nicht mit Kindern. Die Quartiersuche war stets unproblematisch, besonders dann, wenn man mit einem Mietwagen unterwegs oder mit dem eigenen Fahrzeug angereist ist.
Will man ganz sicher gehen, kann natürlich auch von Deutschland aus ein Zimmer reserviert werden. In detaillierten Reiseführern sowie im Internet werden zahlreiche Unterkünfte in nahezu allen Regionen beschrieben und angeboten; auch das haben wir schon mehrfach praktiziert.

Nach einer mehrjährigen Pause haben wir Griechenland im Jahr 2007 gleich zweimal besucht, nicht zuletzt auch um zu sehen, wie es heute wohl an einigen uns bekannten Orten aussieht.

Auf Andros hat sich in den vergangenen 20 Jahren nicht viel verändert. Wenn auch die touristische Infrastruktur etwas erweitert wurde, so ist die Insel nach wie vor recht urtümlich, und auch im Sommer 2007 hielt sich der Tourismus in Grenzen. Hier hat es uns ausgesprochen gut gefallen und ein weiterer Besuch ist vorgesehen.

Chalkidiki hat sich nach unserer Meinung dagegen stark verändert.
Der Tourismus ist heutzutage überwiegend von osteuropäischen Urlaubern geprägt, und besonders für Bulgaren ist eine Reise zum Mittelmeer nicht sehr weit. Viele der einst einsamen Strände sind zudem touristisch erschlossen, waren nach unserer Beobachtung aber leider manchmal ziemlich zugemüllt. Entlang der Küsten findet man zahlreiche Siedlungen mit tausenden neuer Ferien- und Wohnhäuser.

Andere Länder - andere Sitten, aber was man anscheinend jedoch bis heute nicht beherrscht (oder beherrschen will) ist der Bau von Kanalisationen und Kläranlagen nach westlichem Vorbild.
Auch in modernsten Feriensiedlungen ist man nach wie vor angehalten, das Toilettenpapier nicht in die Toilette, sondern in den vorgesehenen Papierkorb zu werfen - in der heutigen Zeit in der Tat ein etwas befremdender Zustand.

Den Namen des Narbarlandes und Ex-Jugoslawien-Staates Mazedonien sollte man in Griechenland tunlichst vermeiden. Diese Bezeichnung ist auf den ersten Blick für viele Griechen offenbar eine Beleidigung, die zu heftigen Diskussionen führen kann; in diesem Zusammenhang wird man zuweilen auch darüber belehrt, dass schließlich ganz Europa von der griechischen Kultur geprägt wurde.
Das mag vielleicht zutreffen, es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Hochzeit der griechischen Kultur inzwischen mehrere Tausend Jahre zurückliegt und heute z. B. praktisch jede Straße und jeder Hafen von der EU finanziert wird - eine allzu übertriebene Selbstherrlichkeit scheint unter diesen Bedingungen kaum mehr angebracht.
Aber abgesehen davon steckt hinter dieser Situation letztendlich ein seit Jahren andauernder Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland (siehe auch Namensstreit in Wikipedia).
Am besten erwähnt man den besagten Ex-Jugoslawien-Staat überhaupt nicht oder bezeichnet ihn eben als FYROM (Former Yugoslav Republic Of Macedonia = ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien). Dies ist bislang ein provisorischer Name, den man wiederum im Ex-Jugoslawien-Staat Mazedonien nicht gern hört.

Die Fahrweise in Griechenland ist ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig, aber deshalb nicht unangenehm. Wenn man den Warnungen von Einheimischen zufolge die Verkehrsregeln auch strikt einhalten sollte (und natürlich erst recht als Ausländer), so scheinen sie mancherorts praktisch "außer Kraft" zu sein:
Überholverbote und durchgezogene Linien scheinen allgemein keinen hohen Stellenwert zu haben, und Baustellenbereiche mit Tempolimit 30 oder 40 km/h wurden nach unserer Beobachtung stets mit 80 bis 90 "Sachen" durchrast.
Von einem langsameren Fahrzeug wird zudem erwartet, dass es möglichst weit rechts fährt, damit schnellere Fahrer leichter überholen können. So wird eine gut ausgebaute Landstraße mit Standstreifen beim Überholen oft als 4-spurige Straße genutzt, was in Griechenland normalerweise auch hervorragend funktioniert.
Rote Ampeln werden - je nach Verkehrssituation - gelegentlich überfahren, besonders von Zweirad-Fahrern, die sich in den Städten zwischen den Autos bis nach vorn hindurchzwängen.

In den Ferienregionen trifft man während der Saison oft auf zahlreiche streunende Katzen und Hunde - das ist normal und stört auch nicht weiter.
Lästig wird es erst dann, wenn irgendein Köter Nacht für Nacht vor dem Schlafzimmerfenster sein Revier verteidigt und sich mit dieser Absicht stundenlang buchstäblich "einen Wolf" kläfft. Griechen scheinen dagegen interessanterweise "immun" zu sein, aber als Urlauber hat man dafür meist weniger Verständnis - oft ist der Familienärger vorprogrammiert.
In einer solchen Situation kann es hilfreich sein, sich unmittelbar nach der Ankunft mit ein paar faustdicken Steinen zu "bewaffnen" und diese bei Bedarf gezielt auf den Störenfried "abzufeuern". Mit dieser Methode konnten wir zumindest unser "Revier" auf Chalkidiki recht wirkungsvoll "verteidigen".

Und noch etwas:
Für Rucksack-Touristen (und dazu haben wir uns auch immer gezählt) ist der Hinweis vermutlich weniger interessant, aber Pauschal-Reisende sollten allgemein nicht erwarten, in Griechenland einen solchen Standard vorzufinden, wie man ihn z. B. von Mallorca gewöhnt ist - auch das gehört zu Griechenland.
Das hat uns aber nie wirklich gestört, sonst wären wir sicher nicht 10 mal nach Griechenland gefahren. Dennoch ist es gut zu wissen, damit man sich rechtzeitig darauf einstellen kann.

Nach dieser Einführung wünschen wir nun aber viel Vergnügen beim Betrachten der Bilder unserer Urlaube in Griechenland.



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(Letzte Aktualisierung: August 2009)
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